
Ipamorelin
Selektives Growth-Hormone-Secretagogon aus der Pentapeptid-Klasse, Werkzeug der Forschung zum Ghrelin-Rezeptor. Nur für Forschungszwecke.
ab 29,99 €
inkl. MwSt.
Grundpreis: 2.999,00 € pro gVon der Redaktion Infinity Peptides ·
Hypothalamus, Hypophyse, Leber: Wie die Freisetzung von Wachstumshormon gesteuert wird, welche Rolle Ghrelin und IGF-1 spielen und welche Peptide als Werkzeuge dienen.

Wachstumshormon beeinflusst weit mehr als das Längenwachstum. Es wirkt auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, auf Muskel- und Knochengewebe und auf die Zusammensetzung des Körpers insgesamt. Wie seine Freisetzung gesteuert wird, ist deshalb eine zentrale Frage der Stoffwechselforschung.
Die Achse hat drei Stationen: Hypothalamus (GHRH, Somatostatin), Hypophyse (Wachstumshormon), Leber (IGF-1).
Wachstumshormon wird in Pulsen ausgeschüttet, besonders nachts.
Ghrelin regt die Freisetzung über einen zweiten Rezeptor an, GHS-R1a.
Ipamorelin und AOD-9604 sind Werkzeuge, um einzelne Teile der Achse im Modell zu untersuchen.
Die Achse ist ein hormoneller Regelkreis mit drei Stationen: Hypothalamus, Hypophyse und Leber. IGF-1 aus der Leber meldet zurück und bremst die Freisetzung.
Hypothalamus: Er bildet GHRH, das die Freisetzung von Wachstumshormon anregt, und Somatostatin, das sie hemmt.
Hypophyse: Sie schüttet Wachstumshormon aus – nicht gleichmäßig, sondern in einzelnen Pulsen, besonders ausgeprägt in der Nacht.
Leber und weitere Gewebe: Unter dem Einfluss von Wachstumshormon bilden sie IGF-1, das viele Wirkungen vermittelt und die Achse bremst.
Ghrelin ist ein zweiter Weg, die Freisetzung von Wachstumshormon anzuregen. Das Peptidhormon aus dem Magen bindet an den Rezeptor GHS-R1a in Hypophyse und Hypothalamus.
Bekannt ist Ghrelin vor allem als Hungersignal. Synthetische Substanzen, die am selben Rezeptor ansetzen, heißen Growth Hormone Secretagogues.
Vor allem Ipamorelin, das am Ghrelin-Rezeptor ansetzt, und AOD-9604, ein Fragment des Wachstumshormons selbst. Beide untersuchen unterschiedliche Enden der Achse.
Ipamorelin | AOD-9604 | |
|---|---|---|
Typ | Pentapeptid, Ghrelin-Rezeptor-Agonist | Fragment 177–191 des Wachstumshormons |
Ansatzpunkt | Freisetzung in der Hypophyse | Wirkung auf das Fettgewebe |
Forschungsfrage | Achse isoliert von der Stressachse anregen | Fettstoffwechsel getrennt von Wachstum und IGF-1 |
Ipamorelin gilt als selektiv: In den Tiermodellen, in denen es charakterisiert wurde, stieg Wachstumshormon, während ACTH und Cortisol kaum mitreagierten. Dadurch lässt sich die Achse weitgehend isoliert untersuchen.
Mehr dazu im Beitrag Ipamorelin und die Frage der Selektivität.
IpamorelinSelektives Growth-Hormone-Secretagogon aus der Pentapeptid-Klasse, Werkzeug der Forschung zum Ghrelin-Rezeptor. Nur für Forschungszwecke.ab 29,99 €ForschungspeptidAOD-9604 entspricht dem C-terminalen Abschnitt des Wachstumshormons. Es wurde entwickelt, um zu prüfen, ob sich die Effekte des Hormons auf das Fettgewebe von den übrigen Wirkungen trennen lassen.
Wie weit das gelungen ist, beschreibt der Beitrag AOD-9604: das Fragment 177–191.
Weil der Spiegel innerhalb von Minuten stark schwankt. Eine einzelne Messung sagt deshalb wenig; Studien erfassen häufig IGF-1 als stabileren Marker oder messen in kurzen Abständen.
Die Körperzusammensetzung hängt auch vom Energiehaushalt der einzelnen Zelle ab. Hier setzt die Forschung zu MOTS-c an, einem Peptid, das die Mitochondrien selbst bilden.
Mehr dazu im Thema Ausdauer und Leistungsfähigkeit.
Weil GHRH und Somatostatin sich im Wechsel durchsetzen. Die pulsatile Freisetzung ist ein Grundmerkmal der Achse und ein Grund, warum Einzelmessungen wenig aussagekräftig sind.
GHRH wirkt über den GHRH-Rezeptor, Ipamorelin über den Ghrelin-Rezeptor GHS-R1a. Beide regen die Freisetzung von Wachstumshormon an, aber über verschiedene Signalwege.
Nein. Ipamorelin und AOD-9604 sind Forschungspeptide für die In-vitro-Forschung und nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt.
Kojima M et al. Ghrelin is a growth-hormone-releasing acylated peptide from stomach. Nature, 1999. doi:10.1038/45230
Raun K et al. Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue. European Journal of Endocrinology, 1998. doi:10.1530/eje.0.1390552
Heffernan M et al. The Effects of Human GH and Its Lipolytic Fragment (AOD9604) on Lipid Metabolism Following Chronic Treatment in Obese Mice and β3-AR Knock-Out Mice. Endocrinology, 2001. doi:10.1210/endo.142.12.8522

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